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Kfz-Versicherung So übertragen Sie die Rabattstufe auf Familienangehörige

by best-of-finance

Bei einer Rabattübertragung können Fahranfänger sowie Menschen mit Fahrpraxis, die jedoch noch nie ein eigenes Fahrzeug besaßen, bei der Kfz-Versicherung viel Geld sparen.

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Ein Fahranfänger, der gerade erst seine Fahrerlaubnis gemacht hat, wird bei der Kfz-Versicherung in der Regel in der SF-Klasse 0 eingestuft. Das entspricht einem Beitragssatz von etwa 230 Prozent. Kurzum: Die Versicherung ist enorm kostspielig. Sofern beispielsweise der Vater oder die Mutter bereits einen Schadensfreiheitsrabatt von 70 Prozent genießen, lohnt sich die Rabattübertragung allemal: Die zu zahlende Jahresprämie für den Fahranfänger wird nahezu halbiert.

Das trifft allerdings nur für den Fall zu, dass sich der Fahranfänger bei demselben Anbieter versichert wie seine Eltern.

Kinder und Ehefrauen profitieren am häufigsten  

Auch lohnt sich die Rabattübertragung für Menschen, die zwar seit vielen Jahren einen Führerschein besitzen, jedoch noch nie zuvor ein Fahrzeug auf den eigenen Namen zugelassen haben. Ein klassisches Beispiel für eine solche Konstellation sind Ehegemeinschaften: Meistens werden beide Fahrzeuge der Familie über den Mann des Hauses zugelassen.

Frau und Kinder fahren diese Fahrzeuge anschließend viele Jahre lang, höchstwahrscheinlich ohne jeden Schaden. Ziehen die Kinder irgendwann aus und melden ein eigenes Fahrzeug an, erscheinen sie trotz einer langen Fahrpraxis wie Fahranfänger und werden von der Kfz-Versicherung in der SF-Klasse 0 eingestuft  – es sei denn, sie besitzen schon länger als drei Jahre den Führerschein, dann fangen sie mit SF-Klasse 1/2 an. Selbiges gilt für die Frau, die beispielsweise nach einer Scheidung ein Fahrzeug auf den eigenen Namen anmeldet. Eine Rabattübertragung kann hier sparen helfen.

Das sind die Voraussetzungen für eine Rabattübertragung

Für eine solche Rabattübertragung müssen verschiedene Rahmenbedingungen erfüllt werden. Unabhängig von der gewählten Kfz-Versicherungsgesellschaft ist es vor allem wichtig, eine regelmäßige Fahrpraxis nachzuweisen. Weiterhin müssen Sie mit der Person, von der die Rabattübertragung ausgeht, direkt verwandt sein – Rabattübertragungen im Freundeskreis oder einer Partnerschaft ohne Trauschein sind dementsprechend nicht möglich.

Besonders lohnenswert ist die Rabattübertragung von Oma oder Opa auf den Enkel: Da ältere Menschen aufgrund einer langen Fahrpraxis zumeist in einer besonders günstigen SF-Klasse eingestuft sind, fällt die Prämie für den Fahranfänger besonders gering aus.

Fahranfänger: Deshalb ist ein hoher Rabatt nicht sinnvoll

Zudem weist das Vergleichsportal Verivox darauf hin, dass der Schadenfreiheitsrabatt nur in einer Höhe übertragen werden kann, die der Rabattempfänger erzielt hätte, wenn er in der Zeit seines Führerscheinbesitzes durchgehend ein Fahrzeug ohne Schaden im Straßenverkehr bewegt hätte.

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So kann beispielsweise von einem Versicherten, der seit fünf Jahren seinen Führerschein besitzt, auch nur der Rabatt für maximal fünf schadenfreie Jahre übernommen werden. Gerade bei Fahranfängern macht es somit keinen Sinn, einen hohen Rabatt übertragen zu wollen, die diese bezüglich des Führerscheinbesitzes nicht die notwendigen Voraussetzungen zur Inanspruchnahme besitzen.

Verwendete Quellen:

  • Verivox

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